Woher kommen eigentlich unsere Wärme und unser Strom? Was ist Fernwärme und wie sind Energieerzeugung und Umweltschutz unter einen Hut zu bekommen? Dieser und anderen Fragen sind die Jusos Region Hannover am 7. September nachgegangen und besuchten das Gemeinschaftskraftwerk Hannover-Stöcken.
Nach einem netten Empfang und einem informativen Vortrag über die Geschichte, die technischen Daten und die Umweltschutzmaßnahmen, die das Kraftwerk betreibt, ging es los zu einem Spaziergang durch die Anlage und in das Herzstück des Kraftwerks, die Kessel und die Turbinen. Das 1989 ans Netz gegangene Steinkohlekraftwerk deckt den gesamten Prozess- und Raumwärmebedarf der VW-Nutzfahrzeuge AG, sowie die Grundlast an Fernwärme und Strom für große Teile Hannovers (Öffentliche Einrichtungen und Privathaushalte). Ca. 50 % der Energie entfallen darauf. Es nutzt die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung, um gleichzeitig Wärme und Strom zu produzieren, wodurch ein hoher Wirkungsgrad von 88 % erreicht wird.
Im Jahre 1989 waren elektrische Staubfilter und moderne Entschwefelungsanlagen bereits marktgängig und finden sich auch in diesem Kraftwerk wieder, wodurch die Luftreinigung der Anlage im europaweiten Vergleich gut abschneidet.
Das Kraftwerk hat mit knapp über 20 Jahren die Hälfte seines Lebens erreicht (nach 35 bis 40 Jahren wird eine Anlage vom Netz genommen), was die Fragen der Jusos nach der Zukunft der Energieerzeugung mit Steinkohle beantwortete. Ein Neubau eines Steinkohlekraftwerks ist nicht geplant.
Das Kraftwerk liegt in den Händen der Stadtwerke, wird aber zum Teil auch wegen der Nutzungsanteile von VW mitfinanziert. Nur durch die Trägerschaft durch die Stadtwerke bleibt die Energienutzung für jeden bezahlbar. Die SPD setzt sich dafür ein, dass das so bleibt.
Lars, Sandra, Heide, Thorsten, Jasmin (mit Ferdi), Frank und Steffen im Gemeinschaftskraftwerk Stöcken