Am Jahrestag des Atombombenabwurfes auf unsere langjährige Partnerstadt Hiroshima, gedenken wir der Opfer der Atombombenabwürfe und erinnern mit dem Anschlagen der Friedensglocke an unsere Bestrebungen, alles dafür zu tun, dass sich solche Taten wie in Hiroshima und Nagasaki nicht wiederholen.
In der gesamten Nachkriegsgeschichte waren alle Bürgermeister beider japanischer Städte aktive Fürsprecher der nuklearen Abrüstung. Wir tun es ihnen gleich. Im Jahre 1986 fiel die rot-grüne Regierung im Rat der Stadt Hannover den Beschluss, die Plutoniumwirtschaft abzulehnen und schrittweise den Anteil der Atomkraft an der Energieerzeugung zu reduzieren. Darüber hinaus wurden finanzielle Privilegien der Atomwirtschaft gestrichen und keinerlei Baugenehmigung für Atomkraftwerke gegeben. Es wurden strenge Prüfungen der Kernkraftwerke im Hinblick auf die Sicherheit gefordert und bereits damals die Energiewende eingeleitet: Windkraft, Wasserkraft, Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung und Deponiegasnutzung wurden schon damals gefördert.
Der 6. August wird uns, auch 66 Jahre nach dem Bombenabwurf, immer wieder daran erinnern, worum es uns in erster Linie geht: Abrüstung, Nichtverbreitung von Atomwaffen, friedliche Konfliktlösung und verbesserte Konfliktprävention - das ist die politische Langzeittherapie, die nötig ist, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.
Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen!